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News über neue und laufende Projekte unseres Büros und Partnerbüros unserer Planungsgemeinschaft

 

Natursteinklinker in der Ausführung
(
Beitrag von JAM-Planungsgemeinschaft)

An einem in 2018 begonnenen Projekt, stand der energetische Umbau eines Einfamilienhauses aus den 1956´er Jahren. Wie üblich wurde das Dach nach den Anforderungen der EnEV 2016 ertüchtigt und bekleidet. Mächtige gemauerte Kaminzüge ohne Funktion wurden ab dem Dachgeschoss zurückgebaut und ermöglichten im Spitzboden einen  großzügigen Studioraum mit Empore und study-launch.

Nun wäre der Aufwand und die Kosten sehr überschaubar, wenn auf dem vorhandenen Rauputz ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aufgebracht würde. Hier stand der Wunsch des Bauherrn nach einer soliden Lösung: Klinker-Riemchen, holländisches Format, Firma van de Sanden!

Die Probleme fingen damit an, dass der Handwerker für den WDVS damit völlig überfordert war und durch einen Fachbetrieb ausgetauscht wurde, der aber selber keine Riemchen aufbrachte und fachgerecht verfugte. Der Fachbetrieb konnte durch seinen Materiallieferanten, der Firma STO, einen Fachmann beteiligen, der auf die erhöhte Tragfähigkeit der Dämmung und des tragenden Gewebeputz-Untergrunds aufmerksam machte und Lösungsvorschläge durch Produkte der eigenen Firma (natürlich) anbot. Wie man sich dass vorstellen kann, stieg der Quadratmeterpreis Aussen-Dämmfassade exorbitanten. Letztlich entschied sich der Planer für die Lösung bis zum Gewebeputz im System der Firma STO zu bleiben, übertrug die weitere Haftung an den Unternehmer der den Riemchen aufklebte und verfugte. Dieser verwendete einen starken aber um einen vielfaches billigeren Kleber von PCI und versicherte, dass es auf den vorbereiteten, trockenen und fachgerecht ausgeführten Untergrund, dauerhaft kleben bleibt. Auch das Verfugungsmaterial konnte von dem Fachmann selber gewählt und gemischt werden und war auch wieder sehr preiswert.

Preis 2019 für diese Fassade:   189,- Euro/m2

 

BDB.Nachrichten-Beitrag zum Thema Städtebauplanung und Mitbeteildigung 2019!

Stadtplanung funktioniert heute kaum mehr ohne die Bewohnerinnen und Bewohner - al le wollen mitreden, al le wollen gehört werden. Aber wie können sich Bürgerinnen und Bürger Gehör verschaffen? Dazu fehlt es oft an Wissen. Etwa darüber, welche Beteiligungsmöglichkeiten es konkret gibt, oft aber auch darüber, wie Stadtentwicklung und Stadtverwaltung eigentlich funktionieren. Um sich also beteiligen zu können, liegt es im ureigenen Interesse der Bürgerinnen und Bürger, mehr über ihren eigenen Stadtteil und seine Entwicklung zu erfahren.

Die Stadt mit ihren Stadtteilen und Stadtteilführungen bietet auch den Rahmen, in dem Demokratie unmittelbar gelebt und erfahren wird. Dabei spielen al le Ebenen der politischen Willensbildung eine Rolle: Von den Stammtischen über Diskussionen in der Familie bis hin zu den institutionalisierten Gremien der politischen Entscheidung. Im Stadtteil bilden sich die unterschiedlichen Möglichkeiten der Teilhabe am öffentlichen Raum ab und verschiedene Vorstellungen zum Zusammenleben von Jung und Alt, Einheimischen und Zugewanderten werden unmittelbar spürbar. Ausgehend von diesen beiden unterschiedlichen Perspektiven auf das Quartier, haben die Volkshochschule Bochum und Stadt BauKultur NRW gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen das Projekt „Menschen Häuser Nachbarschaften" entwickelt. Als Modellprojekt wurde die Idee in dem Bochumer Stadtteil Hamme getestet und auf Grund des großen Erfolgs auch in mehreren anderen Stadtteilen umgesetzt. Um das Projekt auch über die Grenzen der Stadt hinaus verfügbar zu machen, wurde aus den Erfahrungen vor Ort eine Publikation erarbeitet, die die Umsetzung des Projektes auch durch andere Volkshochschulen ermöglicht.